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Mit einem leistungsstarken Balkonkraftwerk sauberen Strom erzeugen




Aktualisiert am 13.09.2023

Balkonkraftwerk Ansicht

Angesichts steigender Strompreise gewinnen Balkonkraftwerke an Beliebtheit. Diese kleinen Solaranlagen beanspruchen wenig Platz und sparen bares Geld bei der Stromerzeugung. Sie schonen aber nicht nur den Geldbeutel, sondern auch Umwelt und Klima. Ein großer Vorteil ist, dass man diese PV-Anlagen als Mieter auch ohne Zustimmung des Vermieters installieren und nutzen kann. Die Balkonkraftwerke liefern je nach Modell eine Leistung von 300, 600, 800 oder sogar 1500 Watt. Es gibt sowohl steckerlose Modelle als auch Exemplare, die man einfach an die Steckdose anschließt. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten der Stromerzeugung mit einem Balkonkraftwerk.

Wie funktionieren Mini-PV-Anlagen?


Eine Mini-PV-Anlage besteht üblicherweise aus einem oder zwei oder vier PV-Modulen, die eine Leistung von 600, 800 oder 1500 Watt erzielen. In der Regel verwenden die Geräte einen Mikro-Wechselrichter, um Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln. Mit diesem können dann handelsübliche Elektrogeräte betrieben werden. Der Anschluss erfolgt über ein Netzkabel, das in eine Steckdose auf dem Balkon oder in der Wohnung gesteckt wird. Schon ist das PV-Modul mit dem Hausnetz verbunden. Der erzeugte Solar Strom versorgt dann alle Geräte, die gerade in Betrieb sind.

Mit einer Mini-PV-Anlage Strom sparen


Wenn die Mini-PV-Anlage Strom liefert, läuft der Stromzähler langsamer. Die betriebenen Geräte beziehen ihre Energie dann aus der PV-Anlage, und es wird weniger Strom aus dem Netz benötigt. Wenn die Sonneneinstrahlung intensiv genug ist, stoppt der Zähler sogar ganz, während Router, Kühlschrank, Computer und andere Geräte in Betrieb sind. Produziert die PV-Anlage mehr Strom, als Ihr Haushalt verbraucht, wird die überschüssige Energie ins öffentliche Stromnetz abgeführt.

Die Montage einer Mini-PV-Anlage


Die Module einer Mini-PV-Anlage können an den verschiedensten Orten installiert werden. Es ist nicht unbedingt eine Dachfläche erforderlich. Die Anlage kann man an der Hausfassade, auf dem Balkon, auf einem Flachdach oder auf der Terrasse anbringen. Für jeden Installationsort stehen passende Halterungen zur Verfügung. Die Leistung einer PV-Anlage für die Dachmontage ist zwar wesentlich höher, doch Sinn und Zweck einer Mini-PV-Anlage ist, lediglich den akuten Strombedarf zu decken und weniger Strom aus dem Netz zu beziehen. Mit einer solchen Anlage ist eine Ersparnis von 50 bis 100 Euro im Jahr möglich. Bei größeren Systemen mit 600 Watt sparen Sie im Durchschnitt 100 bis 200 Euro. Die Einsparungsquote von modernen Mini-PV-Anlagen liegt zwischen 10 und 20 Prozent. Somit sind die Kosten für eine Anlage in acht bis 12 Jahren wieder eingespielt. Bei steigenden Strompreisen vielleicht sogar schneller.

Mini-PV-Anlagen mit Wechselrichter


Für den effizienten Betrieb einer Mini-PV-Anlage ist ein leistungsstarker Mikro-Wechselrichter von Bedeutung. Er verwandelt den erzeugten Strom in Wechselstrom, der in das Hausnetz eingespeist und von herkömmlichen Elektrogeräten genutzt werden kann. Damit die Mini-PV-Anlagen den Vorschriften entsprechen darf die Wechselrichter-Leistung 600 Watt nicht überschreiten. Es ist aber geplant, die maximal zulässige Leistung auf 800 Watt anzuheben. Größer dimensionierte Balkonkraftwerke können aber leistungsmäßig gedrosselt werden.

Balkonkraftwerke 800W (2)

Welche Leistung erzielen Mini-PV-Anlagen?


Um die optimale Leistung aus Mini-PV-Anlagen herauszuholen, braucht man einen guten Wechselrichter und muss die PV-Module optimal zur Sonne ausrichten. Der richtige Standort sollte nach Süden zeigen, und die Module eine Neigung von rund 35 Grad zum Boden aufweisen. Anlagen mit einem 600-Watt-Wechselrichter kommen auf eine maximale Leistung von 750 Watt. Um das ganze Jahr über eine gute Stromausbeute zu erzielen, sollte man PV-Anlagen mit höherer Nennleistung mit einem Wechselrichter kombinieren, der etwas darunter liegt. So kann man auch im Winter und bei schlechtem Wetter Solarstrom produzieren.

Die Preise für Mini-Solaranlagen


Während die Preise für Mini-Solaranlagen in den vergangenen Jahren aufgrund von Lieferengpässen hoch waren, stellt sich das Preisniveau aktuell günstiger dar. Je nach Modell, Größe und Leistung sind Anlagen zu Preisen zwischen 400 und 1.000 Euro erhältlich. Die Lieferzeiten haben sich deutlich verkürzt. Zudem wird auf Mini-PV-Anlagen keine Mehrwertsteuer mehr erhoben. Die Anschaffung amortisiert sich in den meistens nach weniger als 10 Jahren.

Worauf ist beim Kauf einer Mini-Solaranlage zu achten?


Wer sich für eine Mini-Solaranlage entscheidet, sollte auf eine hohe Material- und Fertigungsqualität Wert legen. Überprüfen Sie, ob die Module in Form und Größe zum geplanten Aufstellungsort passen. Achten Sie beim Kauf auf Lieferzeiten und Versandkosten. Informieren Sie sich zudem über Montagemöglichkeiten und entsprechende Vorrichtungen. Die meisten Mini-PV-Anlagen setzen sich aus zwei Modulen zusammen. Theoretisch können auch weitere dazugeschaltet werden. Informieren Sie sich darüber, welche Leistung die Anlage bringt und welchen Wechselrichter Sie für den Betrieb brauchen. Fragen Sie ferner nach, welche Herstellergarantie gilt. Auf die meisten Module geben die Hersteller eine Garantie von 15 Jahren. Bei hochwertigen Anlagen kann man mit einer Gesamtlebensdauer von bis zu 30 Jahren rechnen. Hier die wichtigsten Kaufhinweise auf einen Blick:

  • Material- und Fertigungsqualität
  • Wattleistung
  • Montageweise und Montagevorrichtungen
  • Wechselrichter-Leistung
  • Lieferzeiten
  • Versandkosten
  • Herstellergarantie

Pflege der Mini-Solaranlage


Mit der Zeit setzen sich Staub und Pollen auf der Oberfläche der PV-Module fest. Damit das Balkonkraftwerk die volle Leistung bringt, müssen die Oberflächen regelmäßig gereinigt werden. Verwenden Sie dafür keine scharfen Reinigungsmittel und Bürsten. Ein reines Abwaschen mit Wasser genügt.